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Suchen Sie den Umgang mit anderen Menschen

Suchen Sie den Umgang mit anderen Menschen

Wie ein Schmetterling von Blume zu Blume:  Für viele Menschen ist der Umgang mit anderen wie eine Vitaminspritze, wovon auch die Hirngesundheit profitiert. Der Mensch ist, um es einmal biologisch auszudrücken, ein Gruppentier. Sie müssen aber nicht, wie ein Schmetterling, von Mensch zu Mensch flattern,  ein Leseclub, ein Chor oder ein Sportverein sind alles Möglichkeiten, mehr Menschen kennenzulernen. Oder treffen Sie sich doch einfach mit einer Gruppe von Freunden regelmäßig zu einem Kaffee. Geselligkeit wirkt wie eine Art Wachstumsförderer auf das Gehirn, es stimuliert neue Verbindungen zwischen Gehirnzellen und stärkt bereits vorhandene Verbindungen. In den Regionen für die Gedächtnisbildung entstehen sogar neue Zellen, die Ihnen später gut zustattenkommen. Brauchen Sie noch mehr Gründe, um sich regelmäßig mit Freunden zu treffen und gemeinsam einen Film oder ein Theaterstück zu sehen?


Kann ich meine kognitiven Fähigkeiten durch Hobbys beeinflussen?

Prof. Yaakov Stern spricht hier über kognitive Reserven und die Verbindung zu Hobbys, Ausbildung und Umgang mit anderen Menschen.


Zahlen:  Mehr Geselligkeit hat viele Vorteile, nicht zuletzt ein geringeres Demenzrisiko. In einer Studie konnte nachgewiesen werden, dass die Teilnahme an zahlreichen Freizeitaktivitäten mit einem 38 % geringeren Risiko einer Demenzentwicklung bei Menschen ab dem 65. Lebensjahr verbunden war.  Zu diesen Aktivitäten gehörte die aktive Mitgliedschaft in einem Verein, der Besuch bei Freunden oder von Freunden, aber auch freiwillige soziale Arbeit. Den meisten Menschen war dabei sicherlich nicht klar, dass sie nicht nur etwas taten, was ihnen Spaß machte, sondern dass sie auch eine Art Notgroschen an Gehirnzellen anlegten, der sie später vor Demenz schützen kann.

Menschen machen’s möglich:  Nur 10 Minuten in der Gegenwart anderer Menschen kann Ihrem Gehirn einen Vorsprung geben. Ein ganz normales Zusammensein mit anderen Menschen kann für Ihr Gehirn nützlicher sein als ein Gehirntraining, wie Schachspielen oder das Lösen schwieriger Kreuzworträtsel. In Schweden befragten Wissenschaftler mehr als 1.000 Menschen ohne bekannte kognitive Störungen über ihr soziales Umfeld. Drei Jahre später war bei 176 dieser Personen eine Demenz diagnostiziert.  Dabei stellte sich heraus, dass das Demenzrisiko bei Personen, die alleine lebten, keinen Partner und kaum oder keinen engen Kontakt mit anderen Menschen hatten, das Demenzrisiko 60 % höher war.  Mit anderen Worten haben Menschen mit engen sozialen Bindungen und Partnern deutlich bessere Chancen. Menschen sind also förderlich für die Hirngesundheit.