Aufmerksamkeit ist der Schlüssel, der die Tür zur Erinnerungsbildung öffnet. Wenn Sie glauben, dass Ihr Gedächtnis Sie im Stich gelassen hat, weil Sie sich nicht an ein bestimmtes Ereignis erinnern können, kann der Grund für diese Vergesslichkeit auch einfach darin liegen, dass Sie damals nicht ganz bei der Sache waren.
Es mag sich vielleicht überraschend anhören, aber einige Ihrer Gedächtnisprobleme sind einfach fehlender Aufmerksamkeit zuzuschreiben. Im folgenden Film unserer Kollegen von freedemliving.com erfahren Sie, wie die Konzentration auf das, was Sie tun, wenn Sie es tun, dazu beitragen kann, dass Sie weniger vergesslich werden.
Es ist gar nicht so einfach, sich das Gesicht einer Person in der Menge ins Gedächtnis zurückzurufen, wenn Sie sich nicht auf diese Person konzentrieren. Aufmerksamkeit ist die Fähigkeit, die Gedanken auf eine bestimmte Sache auszurichten. Wenn Sie sich auf etwas konzentrieren, können Sie sich später alle möglichen Einzelheiten erinnern. Viele Menschen stellen jedoch gerne auf Autopilot um, anstatt aufmerksam durchs Leben zu schreiten. Kann man sich dann später nicht mehr an Einzelheiten erinnern, wird die Schuld dem schlechten Gedächtnis zugeschrieben.
Wenn Sie beispielsweise einen Freund auf der Straße treffen, aber auf dem Weg zu einer wichtigen Besprechung sind, können Sie sich hinterher wahrscheinlich nicht mehr daran erinnern, welche Farbe seine Jacke hatte oder worüber Sie genau gesprochen haben. Das liegt aber nicht an Ihrem Gedächtnis, sondern daran, dass Ihre Aufmerksamkeit der Besprechung galt und Sie deswegen Einzelheiten nicht erfassen konnten. Ablenkung und Stress lassen die Aufmerksamkeit sinken. Aber auch mit zunehmendem Alter lässt die Aufmerksamkeit nach, sodass auch wichtige Ereignisse nicht mehr so intensiv verarbeitet werden. Depression, Angst und bestimmte Medikamente sind ebenfalls nicht für die Aufmerksamkeit förderlich. Aber noch ist nicht aller Tage Abend. Es mangelt nicht an Möglichkeiten, die Aufmerksamkeitsspanne zu verlängern.