Im Laufe eines Lebens durchläuft das Gehirn laufend Veränderungen. Ihre Verhaltensweisen und Erfahrungen tragen mit dazu bei, diese Veränderungen auch noch im Alter zu bewirken.
Prof. Ian Robertson erklärt, wie sich Aufgaben, Veränderungen und Lernen positiv auf die chemischen Vorgänge im Gehirn und die Hirnfunktionen auswirken können.
Ihr Gehirn begann seine Entwicklung, als Ihrer Mutter wahrscheinlich noch gar nicht klar war, dass sie mit Ihnen schwanger ging. Seitdem hat es sich konstant weiterentwickelt und verändert.
Bei der Geburt eines Kindes sind die meisten für die Informationsübermittlung wichtigen Neuronen bereits vorhanden, im ersten Lebensjahr verdoppelt sich die Größe des Gehirns. Als Kind werden die wichtigen Verbindungen zwischen Hirnzellen und Regionen geknüpft. Hier zählt jede Erfahrung, jedes Lernerlebnis beim Erkunden der Welt. Als Teenager werden diese Hirnstrukturen weiter geformt und verfeinert.
Selbst im Erwachsenenalter werden in einigen Hirnregionen noch neue Neuronen gebildet, die existierenden Zellen stellen laufend neue Verbindungen her. Mit anderen Worten verändert sich das Gehirn die ganze Zeit.
Schon wenn Sie das Ende dieses Satzes erreicht haben, hat sich Ihr Gehirn aufgrund der neu eingegangenen Informationen ganz leicht verändert. Alles, was Sie in Ihrem gesamten Leben tun, jeder Gedanke, jedes Gefühl, jedes Buch, das Sie lesen, jedes Tennisspiel, das Sie absolvieren, und jede Unterhaltung, die Sie führen, führt zu Veränderungen im Gehirn. Und das kann die Hirngesundheit erhalten.