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Was ist kognition?

Was ist Kognition?

Es sind die kognitiven Funktionen, die es uns ermöglichen, den Alltag problemlos zu bewältigen, Aufgaben zu planen, sich an wichtige Dinge und Einzelheiten zu erinnern, überhaupt dafür zu sorgen, dass alles funktioniert. Was genau aber meinen Wissenschaftler mit kognitiven Funktionen? 

Kognition ist ein Begriff, der zahlreiche Aspekte der sogenannten höheren Hirnfunktionen abdeckt, wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Sprache, logisches und abstraktes Denken, Problemlösung, Planung und Entscheidungsfindung.

Gemeinsame bilden all diese Fähigkeiten die kognitiven Funktionen, die Sie benötigen, um Ihren Alltag zu bewältigen, von Routineaufgaben, wie dem Einkaufen oder dem Mitnehmen des Schlüssels, bevor Sie das Haus verlassen, bis hin zum Erlernen einer neuen Sprache oder dem Lösen eines schwierigen, komplexen Problems.

Bei Studien werden diese kognitiven Funktionen mit standardisierten Tests häufig getestet, um zu beurteilen, ob und wenn ja wie sie sich in verschiedenen Versuchsgruppen unterscheiden. Diese Messungen können auch als Maßstab für die Beurteilung verwendet werden, ob ein bestimmter Eingriff, wie körperliche Bewegung oder das Trainieren des Gehirns mit Rätseln oder dergleichen, die kognitiven Funktionen im Laufe der Zeit verbessert.

Wie verändern sich kognitive Funktionen im Alter? Die Antwort darauf geben möglicherweise Studien, bei denen zwar Veränderungen während des gesamten Lebens festgestellt werden konnten, die jedoch nicht einer bestimmten Kurve bzw. Linie folgten und auch von Person zu Person unterschiedlich waren.

Tatsächlich konnte in Studien die Hypothese widerlegt werden, dass kognitive Funktionen im Alter immer und im hohen Alter erheblich nachlassen. Heute gilt ein starker Verfall der kognitiven Funktionen als Zeichen einer Krankheit, einer Infektion oder einer Grunderkrankung.

Bei einigen Menschen sind die kognitiven Funktionen bis ins hohe Alter hervorragend, beispielsweise bei dem Maler Picasso, der noch im Alter von über 80 Bilder malte, oder bei Jeanne Calment, die 122 Jahre alt wurde und noch Jahrzehnte nach Ablauf der normalen Lebenserwartung eines Menschen ihren Sprachwitz nicht verloren hatte.

Die Wissenschaft versucht weiterhin zu klären, wie kognitive Funktionen auch im Alter erhalten werden können. Bisher wissen wir nur, dass Faktoren wie Ausbildung, Beruf, eine aktive Lebensweise und ein normaler Blutdruck im mittleren Alter Denkvorgänge schützen können.Abbildung: Kognitive Reserven